Jugendhilfe Cottbus - Unser Logo
Projekte
Termine
News
Fotos
EinBlicke
Struktur
Mitarbeit
Tipps
Spenden
Links
Gästebuch
EinBlicke
  Elternbeiträge für Kindertagesstätten

Regelmäßig aktuelle Informationen zur Kitasituation in Cottbus und dem Land Brandenburg finden Sie auch beim Kita Bündnis Cottbus.

Es ist also wieder an der Zeit, die Änderungen der Beitragsordnungen in Kindertagesstätten der Stadt Cottbus stehen an. Vielfach werden wir befragt, nach den Beschlüssen der Stadtverordnetenversammlung und auch nach den gesetzlichen Grundlagen. Daher stelle ich an dieser Stelle Links zu relevanten Sachverhalten bereit:

Gebührensatzung der kommunalen Kindertagesstätten und der Kindertagespflege in Cottbus

Kindertagesstättengesetz des Landes Brandenburg
dort s. Abschnitt 4

Grundsätze der Höhe und Staffelung der Elternbeiträge
Handreichung von RA Dr. Christoph Baum

Überlick zur Kitafinanzierung im Land Brandenburg
Kita-Bündnis Cottbus

Wir, als Jugendhilfe Cottbus gemeinnützige GmbH, werden, orientiert an den
Empfehlung zum Einvernehmen zu den Elternbeiträgen der Stadt Cottbus
eine eigene Beitragsordnung erarbeiten.

Cottbus, am 16.06.2016
Jörn Meyer


  Qualitätsdialog

Auftakt Qualitätsdialog „Beteiligung im Hilfeplanverfahren“ im Familienhaus

(weitere Bilder in "Fotos" - rechts)

Am 15.01.2016 startete der gemeinsame Qualitätsdialog der AG Hilfen zur Erziehung im Familienhaus Cottbus. Ziel des Qualitätsdialoges ist es, das Hilfeplanverfahren weiter zu qualifizieren, insbesondere die gelingende Beteiligung von Kindern, Jugendlichen und Familien im Hilfeprozess zu verbessern. Dies bedeutet auch, Faktoren guten Gelingens für eine bessere Beteiligung zu identifizieren, diese fachlich zu vertreten und in der Praxis umzusetzen. Wir konnten zum Auftakt dieses Dialoges 85 Fach- und Leitungskräfte aus dem Jugendamt Cottbus und den Trägern erzieherischer Hilfen begrüßen.

Herr Schneider (Leiter des Jugendamtes Cottbus) bekräftigte die Notwendigkeit des partnerschaftlichen Dialoges zur Qualitätsentwicklung erzieherischer Hilfen zwischen den Leistungsgewährenden und den Leistungserbringenden für die Cottbuser Kinder, Jugendlichen und Familien. Neben dem Dialog über gute Qualität regte Herr Schneider an, auch über die Qualität des Dialoges nachzudenken und zu diskutieren.

Herr Meyer (Geschäftsführer Jugendhilfe Cottbus) skizzierte die Notwendigkeiten, Herausforderungen und Effekte der Beteiligung am Beispiel der Zusammenarbeit mit Freiwilligen im Projektverbund der am Familienhaus tätigen Projekte für Cottbuser Familien.

Frau Kopp (MBJS) moderierte diese Auftaktveranstaltung, aktivierte die Teilnehmenden und setzte inhaltliche Schwerpunkte zur Vorbereitung der intensiven Arbeit in den Arbeitsgruppen.

Frau Henkler (Kinderschutzkoordinatorin Jugendamt Cottbus) fasste die Fragestellungen aus dem ASD des Jugendamtes Cottbus zusammen und stellte den Prozess der Hilfeplanung vor.

Frau von Deparade (Leitung ASD Jugendamt Cottbus) und Herr Raab (Fachbereichsleitung ambulante HzE Jugendhilfe Cottbus) schlugen den einladenden Bogen zum 4. Brandenburgischen Erziehungshilfetag „In gemeinsamer Verantwortung“ am 28. und 29.09.2016 in Cottbus. Sie skizzierten die Geschichte des Qualitätsdialoges und luden die Teilnehmenden ein, sich interessante und herausfordernde Fragen zu stellen, um gemeinsames Verstehen und damit Veränderungsprozesse zu ermöglichen.

Die Beteiligung der Fachkräfte in den sechs Arbeitsgruppen war sehr intensiv und anregend. Es konnten Schwerpunkte benannt, Terminabsprachen zum weiteren Vorgehen geklärt und erste Prozessergebnisse präsentiert werden. Die Arbeitsgruppen aus Fachkräften des Jugendamtes und der Träger erzieherischer Hilfen arbeiten weiter an ihren Aufgabenstellungen. Im März treffen wir uns zu einem weiteren Plenum, um Ergebnisse zu präsentieren und das weitere Vorgehen abzusprechen.

Insgesamt war es eine Mut machende, aufregend- interessante und auch aktivierende Veranstaltung, ein gelungener Auftakt für eine dialogische Qualitätsentwicklung erzieherischer Hilfen in Cottbus.

Andreas Raab


  Come on follow me

Ein eindrücklicher Abend gestern, ich ging zum Abschluss einen Tee trinken bei den Jungs („fruit or simple?“).

Ich bat um“ translate“ und radebrechte in meinem mühsamen Englisch, fragte nach und versuchte zu verstehen und wieder zu verstehen. Fröhliche Gesichter und sehr beflissene, hilfsbereite junge Burschen, die helfen Betten aufzustellen, Schränke die vielen Treppen hinaufzutragen und mich zum Tee und Essen einladen – Nudeln mit Bohnen, weißen und roten, und Zwiebeln (was war es nur für ein Gewürz?).

In den vergangenen zwei Wochen haben sich die Kolleginnen und Kollegen um Längen übertroffen im Fleiß, Organisation und Ideenreichtum. Wir haben 44 Plätze geschaffen – für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge. Nach Wochen der Ungewissheit muss es nun sehr schnell gehen und die ersten waren gekommen, bevor wir tatsächlich Platz und einen Dienstplan hatten.

„remember, i told you yesterday“ – ja natürlich ich bekam es gesagt, wo Schwester, Mutter und Vater sind. Warum vergaß ich es? Wollte ich es nicht mehr wissen, ein Gefühl nicht an mich heran lassen? „sorry, tell it me again“ – ist das richtiges Englisch?

Wir haben seit 14 Tagen eine Gruppe junger Afghanen in Betreuung und heute sollen weitere unbegleitete minderjährige Flüchtlinge, auch aus anderen Ländern, kommen. Das wird uns fordern – bis an unsere Grenzen. Und die Kolleg*innen glühen, brennen und reißen mich mit, wir bekommen Hilfe, der Bürgerverein unterstützt und Freiwillige melden sich. Es gibt so viele Fragen und so viele Ideen.

Sie verstehen mich irgendwie, zeigen mir Fotos vom Schlauchboot, freuen sich auf die Kommunikationsmöglichkeit Internet, die wir bald einrichten, versichern mir, sie vertragen sich mit anderen, auch den Pakistani, erklären mir den Unterschied zwischen Mudschahedin und Taliban und verabschieden sich stolz in geradebrechtem Deutsch: „mach´s gut“.

Ich soll es gut machen.

Dann sitze ich im Auto, schalte das Radio ein und höre die letzte Zeile eines neuen Songs. Helen Schneider singt: come on, follow me, back home.

 

Jörn Meyer, 06.11.2015

 


  Sandower Familienpaten

Nehmen das neue Sandower FamilienPaten-Projekt buchstäblich in ihre Mitte: Dr. Ralf Fischer (Stadtteilmanager, links im Bild) und Roland Schöpe (Vorsitzender des Bürgervereins, rechts im Bild) werden zukünftig eng mit Jürgen Krebs (Sandower FamilienPaten) zusammenarbeiten. (Foto: Thomas Richert)


Begegnung. Vertrauen. Stärkung. – ehrenamtliches Engagement für Sandow


Liebe Sandowerinnen und Sandower,

im August nahmen die „Sandower FamilienPaten“ der Jugendhilfe Cottbus gem. GmbH die Projektarbeit im Stadtteil auf. Vorausgegangen waren intensive Planungs- Gespräche mit Sandower Bürgern und Familien, dem Bürgerverein und dem Stadtteilmanagement zu Entwicklungsmöglichkeiten und auch Bedarfen in Sandow. Die „Sandower FamilienPaten“ wirken im Rahmen des integrierten Handlungskonzeptes „Soziale Stadt – Sandow“.

 

Was tun die „Sandower FamilienPaten“?

Sie werden Sandower Familien und Bürger sehr alltagsnah und niederschwellig unterstützen, dabei vor allem junge Sandower Familien stärken und an den Stadtteil binden helfen. Es werden hilfreiche Kontakte geknüpft und gepflegt. Die „Sandower FamilienPaten“ werden mit im Stadtteil wirkenden Angeboten, Vereinen und interessierten Bürgern zusammenarbeiten. Anregungen, Fragen als auch Bedarfe an Unterstützung werden aufgenommen und an unkomplizierten Lösungen gearbeitet. Die Menschen in Sandow stehen für uns als Akteure im Mittelpunkt. Durch das Zusammenwirken von interessierten Bürgern wird das lokale Kapital gefördert und gestärkt, der Stadtteil wird lebenswerter. Zu erreichen ist dies durch ein tragfähiges und belastbares, generationenübergreifendes bürgerschaftliches Engagement. Dafür steht unser Projekt „Sandower FamilienPaten“, denn die wichtigen Gestalter des Stadtteils sind Sie, liebe Sandowerinnen und Sandower. Und Sie als aktive Gestalter von Sandow wollen wir unterstützen.

 

Wer sind die „Sandower FamilienPaten“?

Dies sind Sie, liebe Sandowerinnen und Sandower, die sich für ihren Stadtteil und die hier lebenden Familien und Bürger interessieren und sich ehrenamtlich einbringen und mitgestalten wollen. Sie werden in Sandow Familien, Gruppen oder Bürger beraten, anleiten und unterstützend begleiten, z. B. praktische Hilfe für Familien anbieten oder ältere Menschen unterstützen. In Ihrem unmittelbaren Lebensumfeld werden Sie Gutes tun oder hilfreiches organisieren helfen. Ihre Anregungen und Vorschläge sind uns sehr wichtig, auch Kritik oder Hinweise auf Mängel sind sehr hilfreich. Sie halten Kontakt, tauschen sich aus und vernetzen sich. Höhepunkte im Stadtteil gestalten Sie mit und fördern die Geselligkeit. Die „Sandower FamilienPaten“ werden dazu durch Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter des Projektes beraten, unterstützt und angeleitet. Es gibt dazu z. B.  Weiterbildungen, Exkursionen und Austausch oder auch direkte Unterstützung für Ihr Engagement im Stadtteil durch unser Freiwilligenmanagement.

 

Wie sind die „Sandower Familienpaten“ zu erreichen?

Wollen Sie uns kennenlernen, mehr über das Projekt erfahren oder sich in Sandow engagieren? – nehmen Sie bitte Kontakt zu uns auf. Sie benötigen Unterstützung und wollen die Angebote der „Sandower FamilienPaten“ nutzen? – sprechen Sie uns bitte an.

Wir sind im Bürgerhaus „SandowKahn“ jeden Dienstag von 14:00 – 15:30 Uhr und jeden Mittwoch von 10:00 – 11:30 Uhr für Sie persönlich erreichbar. Unser Projektverantwortliche Herr Jürgen Krebs freut sich auf Sie.

Jeden Samstag in der Zeit von 14:00 – 18:00 Uhr haben Sie auch die Möglichkeit, sich im Café „Käthe“ (Familienhaus, Am Spreeufer 14 - 15) mit dem Projekt vertraut zu machen.

 

Werden Sie auch FamilienPate?

Sie werden gebraucht. Helfen Sie mit, Ihren Stadtteil weiter zu entwickeln. Bringen Sie sich bitte mit Ihrem Engagement, Ihrem Wissen und Ihrer Persönlichkeit ein. Treffen Sie Nachbarn und schließen Sie neue Bekanntschaften. Bringen Sie interessante Ideen ein und verwirklichen Sie diese mit uns. Werden Sie Sandower FamilienPate!

 

Termine:

Beim Sandower Drachenfest am 16.10.2015 rund um den „SandowKahn“ können Sie uns und unser Projekt kennenlernen, mit unseren Mitarbeitern sprechen oder auch bei den Mitmach- Aktionen aktiv werden. Wir freuen uns auf Sie.

 

 

Unsere Kontaktdaten:

Jugendhilfe Cottbus gem. GmbH                                      

Sandower FamilienPaten

Thiemstr. 39

03050 Cottbus

Tel: 0355 2890191 oder Mobil: 0171 2694224

Fax: 03055 3555495

E- mail: Sandower-Familien-Paten@jhcb.de

 

Andreas Raab, Jugendhilfe Cottbus gem. GmbH

 

Das Projekt wird gefördert durch:


  Wie ist das mit dem Personalschlüssel in Kitas?

Warum veranstaltet das Kita-Bündnis-Cottbus
(www.kita-bündnis-cottbus.de) am 27.05.15 eine Kundgebung?

 

Immer wieder werden wir gefragt, warum ein Personalschlüssel 1 Erzieherin zu 12 Kindern in der Gruppe der 3 bis 6jährigen denn zu wenig Personal sei. Wir veröffentlichen an dieser Stelle die Berechnung der möglichen Öffnungsszeiten.

In der Einrichtung werden aktuell vier Gruppen mit 26 Plätzen gebildet. Diese Plätze sind zu Schuljahresbeginn gering belegt und zu Schuljahresende stark belegt.

Das zur Verfügung stehende Personal richtet sich nach in den Quartalen angemeldeten Kindern. Der o.g. Personalschlüssel bildet nur ein Berechnungsäquivalent ab.

Von der zur Verfügung stehenden Arbeitszeit müssen Ausfallzeiten (Urlaub, Fortbildung und Krankheit) abgezogen werden. Weiterhin stehen Arbeitszeiten für mittelbare pädagogische Arbeit (Team- und Elterngespräche, Dokumentation und Vorbereitung, etc.) nicht der direkten Betreuungszeit zur Verfügung.

Die verbleibende Arbeitszeit kann für die Betreuung der Kinder eingesetzt werden.

 

Folgende Interessen wollen berücksichtigt sein:

  • Doppelbesetzung in der Gruppe, damit Projekte der Bildungsarbeit umgesetzt werden können,

  • möglichst lange Öffnungszeiten, damit Eltern ihren beruflichen Verpflichtungen nachgehen können

 

Hier finden Sie unsere Exceltabelle zur Berechnung der möglichen Öffnungszeiten.
Nachprüfen und Ausprobieren ist erwünscht.

 

Soll ernsthaft eine vorbildlich organisierte Kindertageseinrichtung geschaffen werden, stellen wir fest, dass diese Einrichtung nur ca. 6 bis 8 Stunden an Öffnungstagen eine Betreuung sichern kann. Zu diesem Ergebnis kommt auch die Bertelsmann-Stiftung im Projekt Kita-Zoom Brandenburg, s. Zusammenfassung Kita-Zoom.

Seitens der Politik werden längere Öffnungszeiten erwartet und viele Eltern benötigen zur Ausübung ihrer Arbeitstätigkeit auch längere Betreuungszeiten.

 

Vielleicht brauchen wir nicht mehr Geld, sondern nur mehr Ehrlichkeit?

 

Cottbus, den 24. Mai 2015
Jörn Meyer


  Mit Kindern Kasse machen - 25.02.2015

zum Beitrag der ARD, am 23.02.2015 – 22:45 Uhr, schrieb mir, Jörn Meyer, ein Freund.

Meine Antwort veröffentliche ich hier:

 

Lieber L.,

vielen Dank für Deinen Hinweis zum Film.

Für Fachleute haben die Journalisten natürlich nur an der Oberfläche gekratzt und, geradezu nachlässig, sehr gefährliche Schlussfolgerungen gezogen.

Dass es Freie Träger der Jugendhilfe gibt, welche nicht sach- und fachgerecht handeln stimmt natürlich. Auch, dass sie dann „Geld verdienen“ stimmt – nur kann dieses Geld bei gemeinnützigen Trägern ausschließlich in Form von angemessenen (ortsüblichen) Gehältern in die Taschen privater Personen fließen.  So sind z.B.  Gewinnbeteiligungen für geschäftsführende Gesellschafter ausgeschlossen.

Alle Überschüsse müssen zeitnah einem gemeinnützigen (Satzungs-)Zweck zugeführt werden, dürfen kein Gewinn werden. Dieses überprüfen die Finanzämter regelmäßig jährlich, aber vorgeschrieben mindestens alle drei Jahre.

 

Viel wichtiger hingegen ist die Frage nach dem fachgerechten Umgang mit Kindern in den Hilfen zur Erziehung!

Personensorgeberechtigte, i.d.R. die Eltern, haben einen Rechtsanspruch auf Hilfe zur Erziehung. Der Staat, in Form der Jugendämter, prüft diesen und gibt einer angemessenen Leistung statt, welche in keiner Weise immer eine Heimerziehung ist! Die Leistung erbringt dann regelmäßig ein Träger der freien Jugendhilfe, häufig ein gemeinnütziger.

Das Jugendamt ist verpflichtet, diese Leistung zu überprüfen. Dazu sind sie häufig nicht in der Lage, wegen zu geringer Personalausstattung oder eben dem Umfang an anderen Aufgaben im Büro. Auch ich kenne Zeiten, in denen die Sozialarbeiter_innen des Jugendamtes regelmäßig die Familie besuchten und auch regelmäßig den Ort der Fremdunterbringung aufsuchten. Das fand ich immer angenehm und zielführend.

Wie kommt es aber dazu, dass Kinder weggeschlossen werden, zur Arbeit gezwungen werden und mit Zwang von Eltern ferngehalten werden?

Weil es immer wieder Pädagogen gibt, die in der Überzeugung handeln, dass alleinig strenge Disziplin und wiederkehrendes Üben von Verhalten, ist "geschützten Räumen" eine Gewähr für schnelle und erfolgreiche „Verhaltensänderung“ seien.

So denken manche Pädagogen im Amt und manche außerhalb des Amtes. Auch wir mussten uns gegenüber Amts- und Nichtamtspersonen verteidigen, dass wir im Kinder- und Jugendnotdienst keine Gitter vor die Fenstern bauen und die Tür von innen jederzeit zu öffnen ist. Auch ich habe schon im Betriebserlaubnisverfahren unser Konzept verteidigen müssen, dass Eltern ihre Kinder, schon (und gerade) in den ersten Tagen der Fremdunterbringung, in der Einrichtung besuchen sollen.

Es ist der Wunsch nach kostengünstigen und schnellen Erfolgen in der Jugendhilfe, der (auch) Pädagogen auf sträfliche Konzepte der trainierten Verhaltensänderung durch Ausgrenzung setzen lässt.

Jetzt, wo Du mit dem Gedanken spielst Erzieher zu werden, solltest Du insbesondere aufpassen und nachfragen wenn in Konzepten von Training, Konfrontation, Stereotypen, Konditionierung oder strukturiertem Alltag geschrieben steht. Aufpassen, dass Du nicht selbstherrlichen Scharlatanen aufsitzt und nachfragen, ob das Selbstbestimmungsrecht der Kinder und Eltern beständig gewahrt bleibt.

 

Aber die gefährliche Aussage des Beitrages ist: Der Staat könne es alleine viel besser!

Behauptet wird (Buschkowsky): es wird viel Geld gezahlt für schlechte Betreuung die sich Freie Träger quasi selbst organisieren. Das ist grundfalsch denn:

  • Den Rahmen der verschiedenen Leistungsarten bestimmt die Heimaufsicht des Landes.

  • Die Leistung der örtlichen Einrichtung wird mit dem örtlichen Jugendamt verhandelt, hier bestimmt sich Art und Weise der Arbeit.

  • Die individuelle Leistung soll zwischen Familie, Jugendamt und Leistungsträger fallbezogen ausgehandelt werden (Hilfeplanverfahren).

  • Die mangelnde Kontrolle der individuellen Leistung organisieren die „Buschkowskis“ selbst, durch fahrlässige Haushaltsbeschränkungen des Jugendamtes.

  • Die zu schnelle, oberflächliche Vergabe von Leistungen durch die  Sozialarbeiter_innen des Jugendamtes hat den gleichen Grund wie im vorigen Anstrich genannt.

Auch eine Lösung wird von Herrn Buschkowski genannt: ein Zurückdrehen der Gesellschaft. Bis zu welcher Stelle sagte er nicht.  Aber wenn dieselbe Person (Jugendamt) Rechtsanspruch beurteilt, Leistung bestimmt, Leistung durchführt und Leistung abrechnet wird es keine Auseinandersetzung zu Art, Weise und Umfang mehr geben und die Kostensparer werden sich den Durchgriff auf Maßnahmen an Kindern erzwingen. Dann entstehen auch die Auswüchse staatlicher Erziehung wie ich sie als Heimerzieher in der DDR erleben durfte oder auch im Film Verdingsbub beschrieben sind.

Die Grundhaltung, dass staatlicher Kindesschutz eine zusätzliche Ausgabe sei, die eigentlich immer und in jedem Fall in Eigenverantwortung der Eltern stattfinden sollte, ist verkehrt. Gepaart mit dem Anspruch diese (unliebsame) Aufgabe immer schneller und kostengünstiger zu erledigen, lässt gnadenlose Kostensparer blind nach den disziplinierenden Maßnahmen rufen, statt individuelle Bedürfnisse der Kinder und Familien zu erforschen.

Es gibt in der ARD auch einen sehr guten Film zur Arbeit des Jugendamtes: Der Fall Bruckner, leider nicht mehr in der Mediathek. Vielleicht besorge ich mir die DVD mal, dann können wir uns den gemeinsam ansehen und weiter debattieren. Zum Beispiel darüber, warum in den letzten Jahren die Fallzahlen gestiegen sind.

Herzliche Grüße

Jörn

 


  Geschlossene Unterbringung in Jugendhilfe-Einrichtungen?

Als Bildungsministerin Martina Münch am 06. November 2013 bekannt gab, dass den Einrichtungen der Haasenburg GmbH die Betriebserlaubnis entzogen werden solle, war die Diskussion um Sinn und Unsinn von geschlossenen Einrichtungen nicht nur unter Fachleuten längst entbrannt. Für die Gegner  geschlossener Jugendhilfe-Einrichtungen waren die offenbar gewordenen Missstände in der Haasenburg das exemplarische Beispiel dafür, dass unter Zwang keine Erziehung mehr möglich ist. Die grundsätzlichen Befürworter einer geschlossenen Unterbringung dagegen bemühten sich eifrig, die Alternativlosigkeit zu betonen, denn schließlich müssten die jungen Menschen vor sich selbst und die Gesellschaft vor diesen geschützt werden. So wurden zwar die Missstände in den betreffenden  Einrichtungen angeprangert, die Heimaufsicht kritisiert sowie gesetzliche Grundlagen gefordert, in der Mehrheit der Gesellschaft besteht jedoch noch immer Konsens darüber, dass es geschlossene Jugendhilfeeinrichtungen geben müsse.  Sie werden nicht grundsätzlich in Frage gestellt. Doch warum?

 

Erziehung in einer geschlossenen Jugendhilfe-Einrichtung soll umerziehen!

Junge Menschen, welche in eine geschlossene Einrichtung eingewiesen werden, verhalten sich in ihrem gesellschaftlichen Umfeld derart auffällig, dass dieses ihr Verhalten nicht länger zu tolerieren gedenkt. In der konzeptionell meist verhaltenstherapeutisch orientierten Einrichtung soll im Rahmen eines stark regelorientierten Systems durch immer wiederkehrende Abläufe gewünschtes Verhalten mit Mitteln der Belohnung und Bestrafung erlernt und der junge Mensch so umerzogen werden. Verhält sich der junge Mensch angepasst, gilt dies als Erfolg. Zeigt er Widerstand, muss er diszipliniert („begrenzt“) werden. Die Nachhaltigkeit einer solchen ort- und zeitbezogenen Verhaltensanpassung muss dabei ebenso in Frage gestellt werden wie das Konzept der Umerziehung überhaupt (Stichwort: Umerziehung in der DDR).

 

Erziehung in einer geschlossenen Jugendhilfe-Einrichtung ist Freiheitsentzug!

Die Einweisung in eine geschlossene Einrichtung erfolgt in der Regel nach Antrag und auf richterlichen Beschluss. Dabei wird der Antrag durch die Personensorgeberechtigten gestellt. In der Regel sind dies die Eltern, häufiger aber auch Vormünder bzw. Amtsvormünder (z.B. nach Entzug des Sorgerechts).  Die jungen Menschen haben andere vorherige Hilfen – ob ambulant oder stationär – meist schon mehrfach durchlaufen, Aufenthalte in Psychiatrien inklusive. So wird als letzte verbleibende Möglichkeit der Entzug der Freiheit gesehen.  Dabei sind geschlossene Jugendhilfeeinrichtungen weder Einrichtungen des Strafvollzugs, des Maßregelvollzugs, noch der Psychiatrie. Für diese existieren klare gesetzliche Regelungen – für geschlossene Einrichtungen der Jugendhilfe nicht. So bleibt das subjektive Bemessen der an der Einweisung beteiligten Personen (Personensorgeberechtige, Jugendamt, Richter) das entscheidende Kriterium für einen Entzug der Freiheit.


Erziehung in einer geschlossenen Einrichtung ist Ausübung von Erziehungsgewalt und lädt zu Machtmissbrauch ein!

Das Hierarchie-Gefälle zwischen Pädagogen und jungen Menschen ist insbesondere in Einrichtungen, welche nach einem verhaltenstherapeutisch orientierten Konzept arbeiten, immens. Das System der Belohnung und Bestrafung gibt dem bzw. den Ausübenden die absolute Macht über den jungen Menschen. Dabei ist der Missbrauch dieser Macht – verbunden mit dem „Abgeschottetsein“ in der Einrichtung nahezu zwangsläufig. Schlecht ausgebildetes pädagogisches Personal trägt insbesondere und nachhaltig dazu bei.

 

Erziehung in einer geschlossenen Jugendhilfe-Einrichtung ist fern der Lebenswirklichkeit!

Die Unterbringung in einer geschlossenen Einrichtung entfernt den jungen Menschen aus seinem gewohnten Lebensumfeld. In der Einrichtung erlernt er in immer wiederkehrenden Abläufen für ihn meist völlig ungewohnte Rituale. Ob das Erlernen dieser Rituale für ihn überhaupt erstrebenswert und für seine Lebensfähigkeit bedeutsam ist, ist zweitrangig. Ablenkungen und Versuchungen gibt es kaum. Erziehung zur Selbstständigkeit? Fehlanzeige. Was kann ein junger Mensch in einer solchen Einrichtung erlernen, was ihn befähigen könnte, in seinem Lebensumfeld besser zurechtzukommen als vor der Einweisung?

 

Gibt es Alternativen?

Das wesentliche Argument der Befürworter geschlossener Jugendhilfeeinrichtungen ist die vermeintliche Alternativlosigkeit.  Der Fakt, dass bereits mehrere Hilfen gescheitert sind, wird gern als Argument dafür genommen, dass nur noch eine geschlossene Unterbringung eine pädagogische Einflussnahme auf den jungen Menschen ermöglichen kann. Wir stellen jedoch grundsätzlich die Wirkung und insbesondere die Nachhaltigkeit einer pädagogischen Einflussnahme unter Freiheitsentzug und Zwang in Frage. Denn geschlossene Unterbringung ist eine zu einfache Antwort auf die komplexen Problemsituationen und Lebensumstände junger Menschen.  Sie kann (allein schon auf Grund der Entfernung zum Herkunftsort) weder in angemessenem Maße das soziale Umfeld berücksichtigen, welches den jungen Menschen hervorgebracht hat, noch dessen individuelle Biografie mit all den Lebensereignissen, welche ihn so werden lassen haben, wie er ist. Erfahrungen von Vernachlässigung und gestörten Beziehungen sind eben nicht korrigierbar durch verhaltenstherapeutisches Training. Sie sind es nur durch andere, positive Beziehungs- und Lebenserfahrungen. Wer aber kann diese den jungen Menschen bieten?

Standardlösungen wie Heim- und Wohngruppen, therapeutische Gruppen u.ä. funktionieren häufig nicht. Die Gründe dafür sind mannigfaltig: mal ist die Hilfeform nicht geeignet, mal die Einrichtung nicht, mal ist die Gruppensituation ungünstig, mal fehlen alternative Schulangebote im Umfeld…  Träger und Einrichtungen, welche wiederholt negative Erfahrungen mit auffälligen Kindern und Jugendlichen gemacht haben, nehmen diese irgendwann einmal nicht mehr auf. Dafür werden sie letztendlich belohnt – mit regelmäßigen Platzanfragen. So unlogisch dies auch scheint, haben Einrichtungen ohne besonders auffällige Kinder und Jugendliche bei vielen Mitarbeitern der Jugendämter ein positives Image und werden gern (mit weniger auffälligen Kindern und Jugendlichen) belegt. Andersherum werden Einrichtungen, welche sich der Problematik auffälliger Kindern und Jugendlicher stellen, häufig auch nur wegen diesen angefragt. Auf Grund des zwangsläufig aus dieser Konzentration von schwierigen Kindern und Jugendlichen resultierenden Scheiterns vieler Hilfen in solchen Einrichtungen ist das Image entsprechend. Diese Problematik hat letztendlich dazu geführt, dass viel zu wenige Einrichtungen bereit sind, ein bis zwei auffällige Kinder und Jugendliche aufzunehmen. Hinzu kommt, dass sich Nachverhandlungen der Träger der Einrichtung mit dem zuständigen Jugendamt über eventuelle Zusatzleistungen zur Regelleistung häufig zäh gestalten oder Anträge gar ganz abgelehnt werden. Der auf den Jugendämtern liegende Kostendruck, welcher an die Träger weitergereicht wird, ist eher ein Indiz dafür, dass sich an diesem Zustand in naher Zukunft nichts ändern wird.

So sind für auffällige Kinder und Jugendliche individuellen Lösungen gefragt, welche sozialpädagogische Fachkompetenz und Kreativität erfordern. Das Stichwort dafür ist die Intensive sozialpädagogische Einzelbetreuung. Obwohl diese Hilfeform ebenso im Kinder- und Jugendhilfegesetz verankert ist, wie andere, wird sie doch selten genutzt. Sie erfordert einen hohen Personaleinsatz (allerdings auch nicht höher als in der Haasenburg) und gilt deshalb als kostenintensiv. Diese Hilfeform ist aber individuell gestaltbar und in hohem Maße an den Bedarf der Kindes oder Jugendlichen anpassbar. Somit ist sie insbesondere für schwierige Kinder und Jugendliche geeignet. Allerdings besteht auch hier das Problem, dass es zu wenige Leistungsanbieter für diese Hilfeform gibt. Zwar wird die Intensive Sozialpädagogische Einzelbetreuung im Rahmen anderer Hilfen (z. B. ambulante, Betreute Einzelwohnformen) hin und wieder gewährt, sie unterliegt dabei aber auch den Einschränkungen der jeweiligen Hilfeform (z. B. Ortsgebundenheit) und ist so nur bedingt individuell gestaltbar. Hilfreich wären Trägerangebote, welche sich ausschließlich auf die Betreuung von auffälligen Kindern und Jugendlichen spezialisieren (ohne den Nachteil der Konzentration von auffälligen Kindern und Jugendlichen) und damit das gesamte Spektrum der Ausgestaltung einer Hilfe ermöglichen (z. B. auch mit längerfristigen erlebnispädagogischen oder arbeitstherapeutischen Elementen). Ein intensiver regelmäßiger Kontakt zwischen Sozialpädagogen und Kind/Jugendlichem ermöglicht bzw. erzwingt (in positivem Sinne) Beziehung und ist damit die Grundvoraussetzung für Einflussnahme und Veränderung.      Allerdings erfordert dies auch die Bereitschaft der Jugendämter, diese Hilfen vor Ort zu unterstützen und zu finanzieren. Dass dem nicht so ist, erkennt man allein schon daran, dass auffällige Kinder und Jugendliche bei Trägern quer durch die gesamte Bundesrepublik untergebracht werden (vor einiger Zeit noch gern auch im Ausland).

Es gibt keinen Königsweg! Aber ohne eine enge Zusammenarbeit von Jugendämtern und jeweiligen örtlichen Trägern auf der Suche nach geeigneten Hilfen wird das Heilsversprechen der Betreiber geschlossener Einrichtungen in der Öffentlichkeit nach wie vor seine Zustimmung finden. Dann aber müssen wir auch damit leben, dass es Vorfälle wie in der Haasenburg GmbH weiterhin geben wird.


  Wohin entwickeln sich die Hilfen zur Erziehung?

Am 20. Juni 2013 lud die Friedrich-Naumann-Stiftung in Zusammenarbeit mit der Karl-Hamann-Stiftung zu einem 1. Cottbuser Gesprächskreis "Wenn du nicht brav bist, kommst du ins Heim!"

Jörn Meyer, Geschäftsführer der Jugendhilfe Cottbus gemeinnützige GmbH, war eingeladen einen Impulsvortrag zu halten. Dabei stellte er dar, in welchem Umfang die Anzahl der Hilfen zur Erziehung zunahmen und welchen Kostenaufwuchs dieses in den kommunalen Haushalten verursacht.

Als wesentliche Ursachen für diese Entwicklung sieht er die verstätrkte öffentliche Wahrnehmung von Kindesschutzfällen sowie die Zunahme unbeständiger Familienformen in den Phasen des Aufwachsens von Kindern in Deutschland.

Seine Präsentation finden Sie hier:

 


  Elternbrief Gebührensatzung Kita

Sehr geehrte Eltern, Sehr geehrte Interessierte,

die unten stehenden freien Träger von Kindertagestätten in der Stadt Cottbus haben sich entsprechend der Aufforderung in der Stadtverordnetenversammlung am 24.03.2013 sowie in der AG 78 Kindertagesbetreuung am 27.03.2013 zu Möglichkeiten für eine gemeinsame Beitragsreglung der freien Träger verständigt.

Im Zusammenhang der zu erstellenden Beitragsreglung wurden durch Eltern der betroffenen Einrichtungen Fragen an uns Träger gerichtet, die abschließend erst nach Herstellen des Einvernehmens zwischen dem jeweiligen Träger und  dem örtlichen Träger der öffentlichen Jugendhilfe zu beantworten sind. Die Träger sind hierbei weiterhin bemüht, eine gemeinsame Elternbeitragsregelung zu erstellen und dafür das Einvernehmen mit dem örtlichen Träger der öffentlichen Jugendhilfe herzustellen.

Die Empfehlungen des örtlichen Trägers der Jugendhilfe an die freien Träger von Kindertagesstätten in der Stadt Cottbus zur Erarbeitung einer Elternbeitragsordnung für die Inanspruchnahme von Plätzen in Kindertageseinrichtungen werden den freien Trägern als Orientierung für eigene Elternbeitragsordnungen dienen.

Abweichungen hierbei dienen dem Ziel, Eltern trotz einrichtungsspezifischer Besonderheiten gleich zu behandeln sowie die Sozialverträglichkeit zu gewährleisten.

Die Berechnungsgrundlage für die Ermittlung der Gebühren wird voraussichtlich das Einkommen der positiven Einkünfte und steuerfreien Einnahmen der Eltern in Anlehnung an §2 Abs. 1 und 2 sowie §3 des Einkommensteuergesetzes (EStG) aus dem vorangegangenen Kalenderjahr sein.

Der Elternbeitrag richtet sich gemäß §17 Abs. 2 KitaG nach dem vertraglich vereinbarten Maß der Inanspruchnahme der Kindertagesstätte, insbesondere nach dem Alter, der Anzahl der unterhalsberechtigten Kinder sowie nach dem Einkommen des vorangegangenen Kalenderjahres der Eltern, welche mit dem Kind im einem gemeinsamen Haushalt leben.

Bei Veränderungen der Gebührenbemessungstabelle ist zu erwarten, dass die Stafflung der Betreuungszeit (bis 6h, über 6h im Krippen- und Kindergartenbereich, sowie bis 4h und über 4h im Hortbereich), die Anzahl der Kinder und neue Einkommensgrenze  Berücksichtigung finden. Der prozentuale Anteil des Elternbeitrages am Elterneinkommen soll dabei aus Sicht der freien Träger nicht erhöht werden.

Mit der Erstellung der neuen Elternbeitragsreglung findet die Kitagebührensatzung der Stadt Cottbus aus dem Jahr 2007 keine Anwendung mehr.

Die freien Träger der Stadt Cottbus sind die Garantie für einen Qualitätswettbewerb, der das Wunsch- und Wahlrecht der Eltern achtet und stärkt. Nur eine Vielfalt innovativer Träger bringt verschiedene Konzepte  und bereichert damit auch bestehende Einrichtungen. Trägervielfalt ist eine wichtige Voraussetzung für die Wahrnehmung der Wahlfreiheit der Eltern. Darum gilt es, eine auskömmliche Finanzierung zur Sicherung der Qualitätsanforderungen an Kindertagesbetreuung unter Berücksichtigung der unterschiedlichen Beitragskraft der Eltern auf ein sicheres Fundament zu stellen.

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Cornelia Klett

Fröbel Lausitz gGmbH

im Auftrag folgender Träger:

 

 

Cottbuser Initiative Waldorfpädagogik e.V.

Evangelische Kirchengemeinde Cottbus-Süd

Evangelische Kirchengemeinde St. Nikolai Cottbus

Evangelische Klosterkirchengemeinde Cottbus

Evangelische Lutherkirchengemeinde Cottbus

FRÖBEL Lausitz gGmbH

Humanistisches Jugendwerk Cottbus e.V.

Jugendhilfe Cottbus gGmbH

Paritätische Kindertagesstätten gGmbH

Regionales Kirchliches Verwaltungsamt Niederlausitz

Volkssolidarität LV Brandenburg e.V. RV Lausitz


  Filmblick

 

Rückblicke: Film „Berg Fidel“ im Rahmen des inklusiven Filmfestivals „überall dabei“ der Aktion Mensch und Podiumsdiskussion im Obenkino am 16.03.2013

Das diesjährige Filmfestival der Aktion Mensch stellte das Thema Inklusion als gesellschaftliche Herausforderung in den Mittelpunkt.

Durchblicke: Unter dem gemeinsamen Leitbild von Inklusion sind Kinder- und Jugendhilfe und andere gesellschaftliche Akteure, zum Beispiel das Gesundheitswesen und die Schulen, aufgefordert, ihre partnerschaftliche Zusammenarbeit weiter auszubauen. Erziehung, Bildung, Betreuung und Inklusion stecken begrifflich Rahmen und Ansprüche ab, zu denen neue Formen der Zusammenarbeit gesucht werden.

Für die Protagonisten an der Schnittstelle von Schule und Jugendhilfe ergeben sich dabei transdisziplinäre Herausforderungen, welche nur in gemeinsamer Anstrengung mit den Familien zu meistern sind. Inklusive Bildung soll in Kooperation von Akteuren verschiedener Handlungsebenen realisiert werden. An Orten inklusiver Bildung sind alle unterstützenden Kräfte zu bündeln, die jungen Menschen auch im Falle eines spezifischen erzieherischen, körperlichen, geistigen oder anderen Unterstützungsbedarfs ein gemeinsames Leben und Lernen ermöglichen.

In bestimmten Fällen und für bestimmte Leistungen zur Sicherstellung einer gleichwertigen Teilhabe am schulischen Leben werden Hilfe- und Unterstützungsleistungen der Sozialhilfe und der Jugendhilfe in Anspruch genommen.

Einblicke: Regisseurin Hella Wenders gelang es konsequent, die Perspektive der Kinder in ihrem bemerkenswerten Film darzustellen. Die Kamera begleitet die Kinder in ihrem schulischen Alltag auf Augenhöhe, lässt den Zuschauer teilhaben an Stimmungen und Situationen. Beispiele von Förderung, Achtsamkeit, Neugier und Zuwendung der Lehrerinnen und Lehrer laden den Zuschauer zum Nachdenken ein: Wie würde ich agieren? Was kann ich bewirken?

Berührend ist die Ernsthaftigkeit, mit der Anita, Lucas, David und Jacob uns teilhaben lassen an ihrer Entwicklung und wenn sie über sich sprechen oder miteinander agieren und sich stärken. Besonders in den Momenten, in denen diese Kinder mit Handicaps die „Experten“ sind, die Lehrern helfen sie zu verstehen, wird das Konzept dieser Schule begreifbar: Ein Ort zu sein für Anerkennung, Herausforderung, Unterstützung und Stärkung der Kinder. Das Ende des Filmes führt ernüchternd in die anderen Realitäten ein: separierende Anschluss- Schulsysteme.

Eindrücke: Im Anschluss an dem Film fand ein durch den Filmpartner Jugendhilfe Cottbus e. V. organisierter Podiumsdiskurs statt: „Mehr Inklusion wagen! – Eine gemeinsame Herausforderung für Schule und Jugendhilfe“ bildete die Rahmung für das Gespräch.

Insbesondere die Perspektive von Schülern, welche einen Bedarf an erzieherischen Hilfen haben (§§ 27 ff SGB VIII) und/ oder von seelischer Behinderung beeinträchtigt sind (Eingliederungshilfe nach § 35 a SGB VIII) sollten im Fokus unseres Austausches an diesem Abend stehen. Neben Fragen zu den verschiedenen Erwartungen von Eltern an inklusive Schulen wurde zentral das Thema der verschiedenen Strukturen und Institutionslogiken der beteiligten Systeme Schule und Jugendhilfe bewegt. Aufgrund kurzfristiger Absagen einiger Podiumsteilnehmer konnten dabei nicht alle Perspektiven in die Diskussion einfließen.

Ausblicke: Festzuhalten bleibt, dass Jugendhilfe Cottbus weiter im Austausch bleibt und wir unsere Kompetenzen in den Prozess einer inklusiven Bildung einbringen werden. Wir suchen den kritischen Dialog, um (noch) hemmende unterschiedliche Strukturen, Bedingungen und Perspektiven gemeinsam identifizieren und verändern zu können.

Wir fördern die gelingenden Situationen gemeinsamer Anstrengung von Jugendhilfe und Schule in Cottbus. Werte, Haltungen und Visionen werden in gemeinsamer Anstrengung entwickelt unter Achtung der verschiedenen Expertisen der Beteiligten. Mehr Inklusion wagen! - Dazu laden wir Sie herzlich ein, bitte unterstützen Sie uns!

Auf dem Weg zu inklusiver Bildung in Cottbus leitet uns die Orientierung an den Rechten aller Kinder auf gleichberechtigte Teilhabe an Bildung und am gesellschaftlichen Leben.

 

Andreas Raab

März 2013


  Baufortschritt Familienhaus 05.03.13


  Ist bedarfsgerechte Kinderbetreuung planbar?

Die Cottbuser Stadtverordneten beschlossen im vergangenen Dezember eine „Entwicklungskonzeption Kindertagesbetreuung in Cottbus“ sowie die dazu gehörige „Kita-Finanzierungsrichtlinie“. Erstere weist erhebliche Mängel auf, so sagen es übereinstimmend Politik-, Verwaltungs- und Trägervertreter, und so soll diese, vor allem im Abschnitt Maßnahmeplanung, noch im ersten Halbjahr 2009 überarbeitet werden.

Das Kindertagesstättengesetz des Landes Brandenburg legt im Paragrafen 12 die Planungsverantwortung für eine bedarfsgerechte Versorgung mit Plätzen in Kindertagesstätten fest:
„Der örtliche Träger der öffentlichen Jugendhilfe (in Cottbus der Fachbereich Jugend, Schule, Sport; JM) stellt im Benehmen mit den Trägern der freien Jugendhilfe und den Gemeinden einen Bedarfsplan für die Kindertagesbetreuung auf und schreibt ihn rechtzeitig fort...
Der Bedarfsplan weist die Einrichtungen aus, die zur Erfüllung des Rechtsanspruchs gemäß § 1 als erforderlich erachtet werden.“
Aber was ist zu planen, was ist das: „Bedarf“? Ist es die Zahl der Plätze in der Stadt, der Ort an dem die Plätze angeboten werden oder die Art der Konzepte? Oder soll das Investitionsvolumen der Stadt  geplant werden? Am besten vielleicht alles zusammen?
Die Eltern entscheiden, in welche Tagesstätte ihre Kinder gehen sollen. Sie wollen natürlich Wohnortnähe, sie wollen liebevolle Erzieherinnen, sie wollen dass ihre Kinder fröhlich aufwachsen und lernen. Schließlich auch: Kinder sollen gut auf die Schule vorbereitet sein.
Den Eltern fühlt sich Politik wohl am ehesten verpflichtet.
Die Träger wollen spezifische Konzepte mit Überzeugung und Engagement umsetzen. Dazu wollen sie weitgehende Eigenverantwortung in Raumgestaltung und Personalangelegenheiten. Natürlich rechnen sie in eben diesen Zusammenhängen: Wie viele Kinder sind laut Betriebserlaubnis in der Einrichtung, wie viel Personal wird beschäftigt und wie sparsam kann die Wirtschaftsführung erfolgen, damit viel Ressourcen in die Konzeptarbeit fließen können.
Die Stadtverwaltung ist zuerst an einem ausgeglichenen Haushalt interessiert. Dieses Interesse beschränkt sich ja nicht auf das Sparen sondern fragt eben auch nach dem Sinn, der Notwendigkeit, dem Wann und dem Wie viel.
Die Landesverwaltung (Landesjugendamt) hat den Auftrag, einen qualitativen Mindeststandard zu sichern. Dazu legt es Mindestbetreuungsschlüssel und -raumstandards fest und bestimmt die nötige Qualifikation der Erzieherinnen.
Immer aber sind es die Eltern, die entscheiden an welchem Ort, bei welchem Träger, nach welchem Konzept ihre Kinder betreut werden. Und das ist auch gut so!
Dieser Elternwille ist nicht planbar. Er ändert sich, so wie die konzeptionelle Qualität der Angebote schwanken wird.
 
Und wie kann dann eine bedarfsgerechte Kinderbetreuung finanziert werden?
Der Versuch, Gerechtigkeit herzustellen, indem künftige Kinder gezählt und Einrichtungen zugeordnet werden, negiert Trägerwillen und Trägerkraft, und wird letztlich Elterninteressen nicht gerecht werden können. Mehr noch: Wenn Eltern sich anders entscheiden, werden sie gesetzliche Wege zur Betreuung der Kinder finden und nutzen, ohne auf die Geldverteilung des öffentlichen Trägers der Jugendhilfe Rücksicht genommen zu haben.
Mit der neuen Finanzierungsrichtlinie ist die Stadt Cottbus einen sehr fortschrittlichen Weg gegangen: entsprechend Alter, Betreuungsumfang und zusätzlichem Förderbedarf sind Pauschalen entwickelt worden und gelten für alle in Cottbuser Kitas betreuten Kinder.
Offen ist noch die Objektkostenpauschale, an der Entwicklung dieser wird gearbeitet.
 
Es liegt eigentlich auf der Hand, dass,
wenn entstehende Kosten jetzt gerecht erstattet werden,
die Träger Angebote schaffen können,
dann verantwortlich handeln sollen und
in der Durchführung kontrolliert werden,
die Eltern über Ort und Konzept entscheiden
sie dann, mit ihrer Entscheidung, die zur Verfügung gestellten Gelder gerecht verteilen.
 
Es bedarf keiner detaillierten Maßnahmeplanung mit zugeteilten Orten und gezählten Plätzen die vielleicht nicht belegt werden.
Es bedarf des Mutes, Entscheidungen dort treffen zu lassen wo die Bedürfnisse entstehen: bei den Eltern.
 
 
 
Wünschen wir uns Mut für kluge Entscheidungen!
Jörn Meyer, am 10.02.2009
 
 
 
Der Mensch lebt durch den Kopf.
Sein Kopf reicht ihm nicht aus.
Versuch es nur, von deinem Kopf
Lebt höchstens eine Laus.
Denn für dieses Leben
Ist der Mensch nicht schlau genug.
Niemals merkt er eben
Diesen Lug und Trug.
Ja, mach nur einen Plan!
Sei nur ein großes Licht!
Und mach dann noch ‘nen zweiten Plan
Gehn tun sie beide nicht.
Denn für dieses Leben
Ist der Mensch nicht schlecht genug.
Doch sein höhres Streben
Ist ein schöner Zug.
Ja, renn nur nach dem Glück
Doch renne nicht zu sehr
Denn alle rennen nach dem Glück
Das Glück rennt hinterher.
Denn für dieses Leben
Ist der Mensch nicht anspruchslos genug.
Drum ist all sein Streben
Nur ein Selbstbetrug.
Der Mensch ist gar nicht gut
Drum hau ihm auf den Hut.
Hast du ihm auf den Hut gehaun
Dann wird er vielleicht gut.
Denn für dieses Leben
Ist der Mensch nicht gut genug
Darum haut ihm eben
Ruhig auf den Hut!
Bertolt Brecht (Dreigroschenoper)
 
 
 
 
Kitafinanzierung

  Strukturelle Bedingungen f?r Cottbuser Kindertagesst?tten

Bildung für die Kleinsten – Förderung der Kinder im Elementarbereich ist die, nicht ganz neue, Forderung der Zeit. Nach „Pisa-Schock“ war schnell ausgemacht: die Kindertagesstätten müssen unsere Kinder besser auf das Leben vorbereiten.

Wesentlichste Bedingungen dafür sind:
• der Umfang zur Verfügung gestellter pädagogischer Arbeitszeit,
• die kontinuierliche Qualifizierung der Erzieherinnen und
• die räumlich-materiellen Ausstattungen der Einrichtungen.

Wie werden wir in Cottbus dieser Forderung gerecht?

Eine Erzieherin soll
• nach amerikanischen Standards sechs,
• nach Berliner Standards zehn,
• im Land Brandenburg dreizehn dreijährige Kinder betreuen.
Die EU empfiehlt: fünf bis acht dreijährige Kinder pro Erzieherin.

In der aktuellen Finanzierungsdiskussion sagt uns das Cottbuser Jugendamt (Fachbereich Jugend, Schule, Sport):
• Kosten für Qualitätssicherung und Supervision werden überhaupt nicht bezuschusst und
• pro Mitarbeiterin und Jahr werden 17 € Fortbildungskosten übernommen.

Die Diskussion zu den notwendig zur Verfügung gestellten Raumgrößen beginnt in Cottbus erst. Aber es verlautbarte schon: 4,69 qm pro KitaPlatz, inkl. aller Sanitär- und Aufenthaltsräume für Kinder und Erzieher, inkl. der Flure und technischer Nutzflächen, seien ausreichend.

Das alles sind von den Notwendigkeiten weit abweichende Standards. Wir werden mutig für weitaus bessere Bedingungen kämpfen – zum Wohle der Kinder.


Jörn Meyer
Cottbus, am 07. Juli 2008


  Warum eigentlich Freie Tr?ger in der Jugendhilfe/ Wohlfahrtspflege?

Diese Frage stellt sich verantwortlich Handelnden immer wieder.

Hier drei Antworten:

  1. Weil Subsidiarität wesentliches Merkmal einer demokratischen Gesellschaft ist.

    In (nicht nur) der deutschen Tradition ist am Menschen helfendes Handeln in sakraler Verantwortung (Caritas, Diakonie, Judentum) gewesen. Seit der Industrialisierung (Gründerjahre) konnte das kirchliche Gemeinwesen nicht mehr alle Probleme aus eigener Kraft (Kollekte) bewältigen und der Staat bzw. die Städte und Dorfgemeinden kamen stärker in die Pflicht zu helfen. 

    Mit Entstehung der Arbeiterbewegung und demokratischer Parteistrukturen sowie freiem bürgerlichen Handeln übernahmen andere gesellschaftliche Gruppen soziale Verantwortung (Paritätischer, Arbeiterwohlfahrt, Deutsches Rotes Kreuz).

    Mit dem Entstehen nationalsozialistischer und kommunistischer Staaten, welche alle Macht diktatorisch an sich nahmen und auch die Jugendhilfe und vor allem Bildung und Jugendarbeit verstaatlichten, wurde das Subsidiaritätsprinzip aus kirchlicher und liberaler Tradition neu formuliert.

    Die Grundgedanken dabei waren: 

    - Menschen sollen erst dann (staatliche) Hilfe erhalten, wenn sie aus eigener Initiative und mit eigenen Kräften sich nicht mehr selbst Hilfe leisten können (kirchliche Tradition) 

    - der Staat soll nur dort tätig werden, wo kleinere Einheiten nicht eigenverantwortlich handeln können/ überfordert sind (liberale Tradition)

    In diesem Sinne ist das föderale System in Deutschland organisiert (sind die Gesetze ausgerichtet), in diesem Sinne wird Europa gebaut.

  2. Weil Konzeptvielfalt den Ansprüchen der Gemeinschaft gerecht wird.
    Die soziale Gemeinschaft besteht immer aus verschiedenen Interessengruppen. Diese haben die Möglichkeit nach jeweils eigenen Vorstellungen soziales Handeln zu organisieren. Damit werden vielfältige Aktivitäten organisiert. Die Initiative der selbstständig im Arbeitsfeld handelnden kleinen Einheiten ist jeweils näher an den Interessen der jeweiligen Gruppe angesiedelt, als es staatliche Organisationen je organisieren könnten.

  3. Weil Initiativen, Vereine und Verbände mehr aus dem Geld machen können.
    Das System zur Finanzierung von Wohlfahrtsleistungen ist auf die Unterstützung der kleinen Einheiten organisiert (Förderprogramme, Stiftungen). Wesentlicher Maßstab ist oft der Grad der Eigenleistung/ der Ehrenamtlichkeit. Damit ist das Ziel der Förderung im Wesentlichen eben auch die Aktivierung der Menschen im Gemeinwesen. Und dieses Anliegen ist ureigenster Bestandteil der Handlungsmotivation von Initiativen, Vereinen und Verbänden.

Es geht also nicht darum junge Menschen nach gleichem Muster zu erziehen oder zu lehren, sondern um die Schulung des Freien Willens, die Schaffung von Toleranz und Vielfalt.


Behalten Sie Ihren Freien Willen, er macht Sie stark!

Jörn Meyer


  Mit guten Vors?tzen in das neue Jahr

Kaum hat das Jahr 2008 begonnen schon befinden wir uns in vollem Tempo.

Das erste Fußballturnier fand letzten Samstag statt, vorige Woche gab es bereits Ferienaktivitäten (mit Übernachten!) im SandowKahn und für die Arbeitseinsätze im Strombad (Chekov) gab es nicht mal zu den Feiertagen eine Verschnaufpause.

Also voll drin und alles geplant?

Nicht ganz – denn regelmäßig zu Jahresbeginn muss gerechnet werden: welche Zuschüsse erhalten wir, wie können wir die zur Verfügung stehenden Finanzen vernünftig ausgeben? Die kommenden drei Jahre sind gekennzeichnet durch:

  • Jugendhilfeträger sollen von der Stadt Cottbus Zuwendungsverträge für die Jahre 2008 bis 2010 erhalten. Das begrüßen wir ausdrücklich, gibt es doch Handlungssicherheit für mehr als eben nur 12 Monate und ermöglicht den effektiveren Umgang mit den Zuschüssen.

  • Gleichzeitig verringerte die Stadt Cottbus nominell den jährlichen Zuschuss. Gab es seit 2003 jährlich 637 T€ für unsere sieben Projekte (Stadtteilarbeit Schmellwitz, Aktivspielplatz, SandowKahn, Strombad, Streetwork, Fanprojekt und Löwenzahn) sollen es ab diesem Jahr knapp 625 T€ sein, mit dem Auftrag, alle Projekte zu erhalten.

  • Mit dem Familienhaus kommt ein neuer Standort hinzu. Seitens der Stadt Cottbus gibt es auch den festen Willen und Auftrag an uns, in der Stadtmitte ein offenes Angebot für Kinder und Jugendliche zu entwickeln.

  • Gegenüber den Vorjahren sind die Kosten in allen Ausgabenbereichen (nicht nur Benzin und Milch ist teurer geworden) erheblich gestiegen.

Das bedeutet für Streetwork, Fanprojekt, SandowKahn und Stadtteilarbeit Schmellwitz erhebliche Einschnitte in die Arbeit und die Entwicklung von neuen Perspektiven. Wir werden Öffnungszeiten anders organisieren oder kürzen und Schwerpunkte mit dem Jugendamt abstimmen.


Unser Interesse ist immer darauf gerichtet,

  • zuerst ehrenamtliche Initiativen zu sichern,

  • zweitens die Sachaufwendungen für Freizeitmaßnahmen und Projekte zu sichern um

  • drittens zu sehen, wie viel Geld für den Personalaufwand zur Verfügung steht.


Mit der dann zur Verfügung stehenden Arbeitszeit wollen wir sorgsam umgehen: welche Öffnungszeiten und Freizeitmaßnahmen sind nur mit Anwesenheit von Professionellen zu sichern, wie viel Arbeitszeit investieren wir in die Durchführung von Ganztagsschule, wie organisieren wir Verwaltungsabläufe und Kommunikation effektiv/ zeitsparend.


Wichtige Vorhaben in 2008 sind auf jeden Fall:

  • erste Aktivitäten am und um das Familienhaus

  • die Mitwirkung an einem frohen und bunten aber auch gewaltfreien und nicht Schmutz erzeugenden Jugendleben in der Stadtmitte

  • das Zirkusprojekt mit den bewährten Partnern:
    Brandenburgische Kunstsammlungen,
    Humanistisches Jugendwerk und
    Lebenshilfe

  • Fanbegleitung bei Heim- und Auswärtsspielen des FCE

  • herrliche Bautage und Ferienaktivitäten auf dem Aktivspielplatz

  • Kultur am besondern Ort – im Mai in Schmellwitz

und vieles andere mehr.


Wie uns das gelingt wird das Jahr zeigen.
In jedem Fall ist gewiss: alleine ist das nicht zu schaffen und: viele Freunde werden uns helfen!

Ich wünsche allen Besuchern unserer Homepage Gesundheit im neuen Jahr, viele Freunde und immer nur lösbare Probleme!

Jörn Meyer
Cottbus , am 15. Januar 2008

 

 


  F?r starke Familien - gl?ckliche Kinder

Ein Jahr neigt sich dem Ende entgegen. Es weihnachtet und wir freuen uns auf leuchtende Kinderaugen, denken an die Feiertage. Ich hoffe sehr, dass Sie zurückblickend sagen können: es hat sich mehr Gutes ergeben in diesem Jahr. Vielleicht ist Ihnen etwas ganz Besonderes gelungen, vielleicht gab es aber auch Krankheit oder Trauer. Wichtig ist den Mut nicht zu verlieren, wichtig ist das Gute zu entdecken!
Für uns geht ein gutes Jahr zu Ende - mit vielen Freunden haben wir wieder Vieles geschafft!
Das Strombad hat viele unserer Kräfte gebunden, mit den Fördermitteln aus Stadt, Land und EU, mit kooperativen Firmen, mit einem beflissenen Architekten und einem emsigen Bauamt wurde es geschafft, dass „alte Schwimmbad“ wieder vorzeigbar zu gestalten. Über 100 freiwillige Helfer haben in nahezu 10.000 Stunden so manches Mal verzweifelt gefragt: Wie soll ich dass schaffen? Und heute werden die letzten Arbeiten im Innenbereich erledigt.
Es ist ein sehr schönes Gebäudeensemble geworden. Damit auch das Außengelände wieder attraktiv wird, soll es im Frühjahr ein Rasenaussatfest geben. Vielleicht merken Sie sich den 12. April 2008 vor und kommen ins Strombad, erst zum Einbringen des Rasens, dann zur großen Eröffnungsparty?
Ob im Winterlager oder Sommercamp, das mal fern der Eltern Übernachten sind unbestritten die Höhepunkte eines jeden Jahres in den Ferien. Über 400 Kinder der Region haben in Ferienaktionen oft sehr großen Spaß gehabt. Vielfach sind es die einzigen Ferienaktivitäten für die Kinder, denn nicht jede Familie kann sich Urlaub leisten.
Wichtige Partner sind uns hier die Ortsgruppe des Deutschen Kinderschutzbundes, Ferien ohne Reise ist inzwischen eine feste Tradition.
Der Zirkus ist aber wohl das Sahnehäubchen in den Sommerferien. Nun schon das vierte Mal organisieren Lebenshilfe e.V, Humanistisches Jugendwerk Cottbus e.V. und Brandenburgische Kunstsammlungen mit uns die Zirkuswoche im Sommer.
Mehr als Hundert behinderte und nicht behinderte Kinder trainieren eine Woche lang Kunststücke, die Premieren sind ein Riesenspektakel und alles Glück der Welt scheint an diesen Tagen im Zirkuszelt zu liegen.
Alles zu berichten ist an dieser Stelle nicht möglich. Fanprojekt und Streetwork, alternative Wohnformen für junge Menschen in schwierigen sozialen Situationen und Beratung für Eltern, die Hilfe in der Erziehung ihrer Kinder suchen und 6.000 Besuche auf dem Aktivspielplatz sind Ausdruck sehr vielfältiger Tätigkeitsfelder.
Das alles gelang vor allem mit dem Engagement von mehr als fünfzig ehrenamtlichen Helfern, die sehr oft jede Woche Kindern und Jugendlichen glückliche Stunden bereiteten, Notleidenden zur Seite standen oder Trost spendeten. Das sind Frauen und Männer, Junge und Alte, In- und Ausländer. Über all die Vielfalt, die uns so viele schöne Stunden beschert hat sind wir sehr dankbar!
Und wir sind stolz, in unserem Jugendhilfe Cottbus e.V. mit solch klugen und aufmerksamen und fleißigen Ehrenamtlichen und Sozialarbeitern, die das alles begleiten und organisieren, zusammen arbeiten zu dürfen!
Für das Jahr 2008 haben wir uns wieder viel vorgenommen. Der Bau des Strombades soll im Juni mit der Beckensanierung ein vorläufiges Ende finden. Ein Zirkus für Kinder soll stattfinden und Ferien ohne Reisen auf dem Spielplatz und das Zeltlager am Senftenberger See und die Fußball- Streetball- Volleyballturniere und ein Elterntraining und wir haben Fortbildungen geplant für alle die bei uns tätig sind.
Und die eine große Idee wollen wir beginnen: im Herzen der Stadt ein Familienhaus zu bauen – welches Freude und Zuversicht bringt, in dem kleine und große Sorgen geheilt werden, wo die Starken den Schwachen helfen und jeder weiß: hier darf man sich etwas Glück nach Hause holen.
Vielleicht sagen Sie sich an dieser Stelle: „auch ich hatte ein tolles Jahr“ und auch Sie wollen Familen stark und Kinder glücklich machen.
Dann unterstützen Sie unsere Arbeit mit einer Spende.
Und vielleicht sehen wir uns ja im nächsten Jahr - wir freuen uns auf viele gute Begegnungen und wünschen Ihnen außerordentlich schöne Feiertage!

  Strombad ? was geschieht weiter

 
Seit nunmehr 17 Monaten wird im Strombad gebaut und gewerkelt.
 
Mit Fördermitteln der EU und aus dem Haushalt der Stadt Cottbus werden Baufirmen finanziert, die sich eben auch auf die schwierige Aufgabe einlassen, Teilleistungen den Ehrenamtlichen zu überlassen.
Das ist oft kein leichtes Brot: meterweise leichte Arbeiten, die dem geübten Handwerker von der Hand flutschen, ungeübten Jugendlichen zu überlassen. Auftragsvolumen geht (vermeintlich) verloren und Bauabläufe werden permanent unterbrochen, sind schier unplanbar geworden. Denn diese Fragen stellen sich immer wieder: Wie schnell sind die Jugendlichen denn? und: Kommen am nächsten Wochenende alle?
 
Eigenleistungen waren von vornherein eingeplant um das Objekt so wie geplant fertig zu stellen. Das war in dem Umfang gewiss waghalsig geplant. Doch: Wer nicht wagt der nicht gewinnt!
 
So sieht die geplante Finanzierung des Objektes aus:
EU-Fördermittel
       748.531,00 €
60%
Eigenmittel der Stadt Cottbus
       341.655,00 €
27%
Eigenleistungen
       165.496,00 €
13%
Summe
    1.255.682,00 €
100%
 
 
 
 
 
Wir planten, vorsichtig, fünftausend Stunden Eigenleistungen und dachten an Jugendliche und Senioren, die freiwillig am Wochenende oder in der freien Zeit immer wieder Arbeitsaufgaben übernehmen.
Wir planten auch so genannte Ein-Euro-Jobber, die etwas Bleibendes für Kinder und Jugendliche der Region schaffen sollten. Das klappte nur am Anfang, dann kam das deutliche Veto der Kreishandwerkerschaft, welche Auftragsverluste befürchtete.
 
Mehr Aufträge an die Handwerker gab es nicht, nur mehr Arbeit für die Freiwilligen.
 
Inzwischen sind fast 10.000 Arbeitsstunden in Eigenleistung erbracht. Davon über 5.000 ehrenamtlich und über 1.500 im Rahmen von Gerichtsauflagen. Und ganz viele Menschen haben sich beteiligt. Senioren und Jugendliche, Fußballfans und Rockmusiker, Politiker und Angestellte.
 
Es hat auch stolz gemacht und viel Spaß gebracht. Stolz – was wir alles geschafft haben und Spaß macht gemeinsames Arbeiten eben.
 
So ist das Strombad ein ganzes Stück zum Synonym geworden für ein neues Gemeinschaftsgefühl der Cottbuser, weniger aus gesellschaftlicher Verpflichtung mehr im Bewusstsein gesellschaftlicher Verantwortung.
 
Vielen Dank für die vielen gemeinsamen Stunden sage ich an dieser Stelle, denn bald sind die Arbeiten abgeschlossen. Das Becken erfährt dann noch eine Betonsanierung und im kommenden Frühjahr werden wir neu eröffnen. Es wird keine Badeanstalt sein aber sicher ein Ort an dem Gemeinschaftsgefühl weiterleben kann.
 
Ich wünsche Ihnen einen wunderbaren Herbst!
Und: Bewahren Sie sich Ihren Mut etwas zu wagen!
Jörn Meyer
 
Cottbus, den 01. Oktober 2007

  Sommerferien 2007

Wir sind nicht nur mitten im Sommer angekommen, nein auch die Sommerferien haben bereits begonnen.
Ob nun mit oder ohne Sonne, wir und Ihr, wir werden viel zu entdecken haben an vielfältigen Aktionen, Workshops, Freizeiten und und und.
Wir wünschen Euch und uns eine wunderbare, ereignisreiche, vielfältige und erholsame Zeit.
Und laden alle recht herzlich ein, dabei zu sein.

Zu erleben gibt es:
Mit:
Wo:
Infos unter:
jeden Donnerstag ein Fest:…Sportfest, Piratenfest Luftballonfest, und vieles mehr
der Kita Storchennest
in der Kita Storchennest, Schopenhauerstr.92/93
0355 – 52 37 49
das Sommercamp der Flexiblen Hilfen vom 06.08.07 bis 18.08.07
den Flexiblen Hilfen Nord und Süd
am Senftenberger See
0355 – 355 54 94
0355 – 289 260 17
einen Streetsoccercup am Nachmittag des 19.07.07
Streetwork und dem Fanprojekt
in Sachsendorf unterm Zelt
0355 – 48 38 334
0355 – 381 78 26
eine Mädchenfreizeit
vom 21.07.07 bis 25.07.07 an die Mecklenburger Seenplatte
Streetwork
Mecklenburger Seenplatte
0355 – 48 38 334
das Ostseecamp vom 27.07.07 bis 26.08.07 auf Rügen
Streetwork
auf Rügen
0355 – 48 38 334
ein Beachturnier im August
dem Fanprojekt
an einem unserer „Stadtstrände“
0355 – 381 78 26
ein Sport Event
Streetwork
an den Sportanlagen Neue Strasse in Schmellwitz
0355 – 48 38 334
„Der Zirkus kommt und Du machst mit!“
01.08.07 bis 07.08.07
Lebenshilfe Cottbus e.V. in Zusammenarbeit mit dem Jugendhilfe Cottbus e.V., dem Humanistischem Jugendwerk e.V. und dem Kunstmuseum Dieselkraftwerk
 
 
voraussichtlich auf dem Sportplatz des Max – Steenbeck- Gymnasium
0355 – 22 439
wir sind dabei: 12. Cottbuser Kinderfestival
16.07.07 bis 21.07.07
SandowKahn
am Sportzentrum an der Laufhalle
0355 – 714 075
Behausungen, Spiele aus Naturmaterial, Übernachtungen
und vieles mehr
Aktivspielplatz
auf dem Aktivspielplatz in Schmellwitz, Marjana – Domaskojc – Str. vor dem Rodelberg
0355 – 486 486 0
Kreatives, Wasserspiele, Radtouren und Übernachtungen
SandowKahn
an und rund um den SandowKahn
0355 – 714 075

  Erstes Kinderstadtfest Cottbus

Schon mehrere Male gab es, mitten im Juni, immer bei tollem Wetter, das Cottbuser Stadtfest.
Menschen ziehen von Bühne zu Bühne, erleben kulturelle Höhepunkte, finden Schmackhaftes oder Mitbringsel und treffen lang nicht mehr gesehene Freunde.

Das macht Freude bringt Spaß – und trotzdem fanden wir: es fehlte etwas.

Wo ist der Platz für die Kinder? Wo fühlen sie sich wohl, können auf der Wiese spielen, ohne überlaute Musik, ohne Alkohol und Zigarettenqualm, mit für sie interessante und aufregende Aktionen?

Und schon war die Idee für das „Kinder-Stadtfest“ geboren.

Unsere interne Vorbereitungsgruppe sprach Partner in der Stadt an und es fanden sich sehr viele. Noch heute melden sich Menschen und Vereine, die solch eine Idee gut finden.
Dass so viele Menschen so bereitwillig mitmachen wollen finde ich wirklich große Klasse!
Das ist für mich ein familienfreundliches Cottbus!

Partner auf der Kinder-Aktions-Wiese zum Stadtfest 2007 sind:

  • Diakonie
  • Paritätischer Wohlfahrtsverband
  • Eltern-Kind-Zentrum Schmellwitz
  • PSV Cottbus 90 e.V. Abteilung Kampfkünste „Tokugawa“
  • Diabolo Gruppe Sandow
  • Pfadfinder
  • DRK- KV Cottbus-Spree-Neiße-West e.V.
  • Kontaktstelle Frauen für Frauen
  • Freizeitprojekte Vetschau
  • Lebenshilfe
  • Herr Ströhlein, ein Zauberer
  • SPD Cottbus
  • Zirkus Ratz Fratz
  • Sportbund
  • evangelische Kitas
  • Jugendamt Cottbus
  • JUKS e.V.
  • Pestalozzi Förderschule
  • Lesefuchs
  • Bodo Schuder
  • FFW Sandow
  • Jens Brand
  • Mitarbeiter Jugendhilfe Cottbus e.V. und gGmbH

und noch viele Privatpersonen, welche als Helfer unterwegs sein werden.

Danke für die Unterstützung sagen wir bei:

  • LWG GmbH & Co. KG
  • Elektro Fa. Werner
  • dPrint
  • Grünflächenamt der Stadt Cottbus
  • Regionalwerkstatt Brandenburg e.V.

und beim Veranstalter des Stadtfestes COEX für die gute Zusammenarbeit.

Ich wünsche Ihnen viel Kinderlachen!
Jörn Meyer
Cottbus, den 02. Juni 2007


  Mitten in der Stadt

– natürlich, wo sonst treffen sich Jugendliche. Einige trinken, einige trinken viel Alkohol.
 
Und dann gibt es diese Gruppe, die schon von weitem Angst und Schrecken einflößt, kahlgeschoren und böse schauend. Inmitten einer Schar sie anheizender Mädchen und Jungen. Einige gehen regelmäßig in den benachbarten Park um Streit zu suchen und sie schlagen auch zu. Der Ablauf ist fast ritualisiert: Betrunken rennt einer in die Gruppe „Zecken“ – trennt Freunde, schafft Furcht, baut sich auf, vor dem ausgewählten Opfer, hinter dem plötzlich ein weiterer Angreifer steht. Mädchen kommen und greifen sich Sachen der Freunde, sagt einer etwas keift sie: „was willst du von mir“. Und der Glatzköpfige vor einem stößt schon mit dem Kopf zu, wobei er schreit: Lass mein Mädchen in Ruhe!
 
Diese Situationen geschehen immer wieder. Sie lähmen, man möchte nicht das Opfer sein.
 
Aber niemand ist ausgeliefert! Und niemand muss alleine bleiben in einer solchen Situation. Wir dürfen nicht Zuschauer bleiben, niemand darf das. Denn jeder Angegriffene ist auf unsere Hilfe angewiesen, damit er nicht zum Opfer wird.  
 
Aber auch das Beisetestehen erfordert Mut. Um diesen Mut zu entwickeln, haben kluge Leute die Aktion "Zehn Punkte für Zivilcourage" ins leben gerufen.
Wir finden diese Zehn Punkte ausgesprochen wertvoll und haben sie Euch hier abgeschrieben.
 
 
Die Aktion Zehn Punkte für Zivilcourage begann am 6. März 2001 in Eberswalde. Sie steht unter der Schirmherrschaft von Ex-Bundestagspräsident Wolfgang Thierse.
 
 
1. Seien Sie vorbereitet
Denken Sie sich eine Situation aus, in der ein Mensch belästigt, bedroht oder angegriffen wird (Bsp.: Ein farbiges Mädchen wird in der Bahn von zwei glatzköpfigen Männern angepöbelt).
Überlegen Sie, was Sie in einer solchen Situation fühlen würden.
Überlegen Sie, was genau Sie in einer solchen Situation tun würden.
 
 
2. Bleiben Sie ruhig
Konzentrieren Sie sich darauf, das zu tun, was Sie sich vorgenommen haben.
Lassen Sie sich nicht ablenken von Gefühlen wie Angst oder Ärger.
 
 
3. Handeln Sie sofort
Reagieren Sie immer und sofort, warten Sie nicht, dass ein anderer hilft. Je länger Sie zögern, desto schwieriger wird es, einzugreifen.
 
 
4. Holen Sie Hilfe
In der Bahn: Nehmen Sie Ihr Handy und rufen Sie die Polizei oder ziehen Sie die Notbremse.
Im Bus: Alarmieren Sie den Busfahrer.
Auf der Straße: Schreien Sie laut, am besten „Feuer!”, darauf reagiert jeder.
 
 
5. Erzeugen Sie Aufmerksamkeit
Sprechen Sie andere Zuschauer persönlich an.
Ziehen Sie sie in die Verantwortung: „Sie in der gelben Jacke, würden Sie bitte den Busfahrer rufen?”.
Sprechen Sie laut. Ihre Stimme gibt Ihnen Selbstvertrauen und ermutigt Andere zum Einschreiten.
 
 
6. Verunsichern Sie den Täter
Schreien Sie laut und schrill. Das geht auch, wenn die Stimme versagt.
 
 
7. Halten Sie zum Opfer
Nehmen Sie Blickkontakt zum Opfer auf. Das vermindert seine Angst.
Sprechen Sie das Opfer direkt an: „Ich helfe Ihnen”.
 
 
8. Wenden Sie keine Gewalt an
Spielen Sie nicht den Helden und begeben Sie sich nicht unnötig in Gefahr.
Setzen Sie keine Waffen ein, diese führen häufig zur Eskalation.
Fassen Sie den Täter niemals an, er kann dann schnell aggressiv werden
Lassen Sie sich selbst nicht provozieren, bleiben Sie ruhig.
 
 
9. Provozieren Sie den Täter nicht
Duzen den Täter nicht, damit andere nicht denken, Sie würden ihn kennen.
Starren Sie dem Angreifer nicht direkt in die Augen, das könnte ihn noch aggressiver machen.
Kritisieren Sie sein Verhalten, nicht aber seine Person.
 
 
10. Rufen Sie die Polizei
Beobachten Sie genau und merken Sie sich Gesichter, Kleidung und Fluchtweg der Täter.
Erstatten Sie Anzeige und melden Sie sich als Zeuge.
 
 
Bewahren Sie Ihren, bewahrt Euch Euren Mut!
Jörn Meyer
Cottbus, den 15.03.2007

  Das Sachsendorfer ? ein Ort f?r Eltern, Kinder, Jugendliche und Familien

 
Seit Wochen bemerken Bewohner des Cottbuser Stadtteils Sachsendorf Veränderungen auf der Gelsenkirchener Allee. Neugierig werfen sie einen Blick in die Schaufenster des Ladenlokals, Heinrich-Mann-Straße 14. Wenige Eingänge vom Stadtteilladen entfernt, direkt bei den Büros der Flexiblen Hilfen, entstand ein Treffpunkt für Eltern, Kinder, Jugendliche und Familien aus der Umgebung – das „Sachsendorfer“.
 
Mit dem „Sachsendorfer“ wird ein Ort für Begegnungen im Stadtteil entstehen. In gemütlicher Atmosphäre können sich hier Eltern, Kinder, Jugendliche und Familien treffen, wohlfühlen und austauschen. Es werden auch die Familienpaten dort anzutreffen sein.
 
Zu den Familienpaten gehören derzeit sechs Sachsendorfer Bürger, die sich für Familien aus ihrer Nachbarschaft engagieren. Bereits seit Mai 2006 bietet das Familienpatenprojekt, betreut vom Dipl.-Sozialpädagogen Matthias Jentzsch, Familien kostenfreie und unkomplizierte Unterstützung bei Haushandwerkertätigkeiten, beim Möbelaufbau, bei der Organisation des Familienalltags, bei der Freizeitgestaltung in der Familie oder bei Arzt- und Behördengängen an.
 
Auch im „Sachsendorfer“ werden sie in regelmäßigen Abständen zu den Öffnungszeiten Angebote unterbreiten. Bisherige Vorhaben sind: Koch- und Bastelveranstaltungen, Hausaufgabenhilfen für die Schüler und Spielnachmittage. Dazu werden auch die Räume der Flexiblen Hilfen in der oberen Etage genutzt, in denen es weiteres zu entdecken gibt.
In dem Stadtteil „tut sich etwas“. Zunehmend viele Bürger bringen sich mit Ideen in die Gestaltung und das gesellschaftliche Leben sein. Das ist gut so, denn „sich bewegen bringt Segen“.
 
Gefördert wird das Vorhaben aus Mitteln des EU-Programms Soziale Stadt und durch „die Gesellschafter“. Unterstützung fanden wir aber auch vor Ort, z.B. durch Wolfgang Wisheit, Inhaber der Firma Premium Modellbahn „Die Fundgrube“.
 
Dafür vielen Dank!
 
 
Ich wünsche Ihnen einen wunderbaren Frühling!
Und: Bewahren Sie sich Ihren Mut!
Jörn Meyer
Cottbus, den 05. März 2007

  Ein neues Jahr hat begonnen

Für uns soll es ein ganz besonderes Jahr werden, denn jetzt beginnen wir mit einem wirklich großen Vorhaben: Das Familienhaus.
Viele Menschen fragen uns inzwischen: warum dort, was soll dort alles stattfinden, wann soll gebaut werden und wie wollt ihr das bezahlen? Hier die ersten Antworten: Unsere Projekte sind in der Stadt Cottbus verteilt. Das hat oft seinen Sinn aber wir glauben, dass wir in Manchem besser arbeiten können, wenn wir uns stärker vernetzen. Die Puschkinpromenade ist seit über einhundert Jahren ein Ort der Familienerholung in Cottbus, Bürgerpromenade, Kinderspielplatz und heute Chillplace. Das Haus an der Spree war dafür gebaut (Ausfluggaststätte) und dann immer wieder für Kinder und Jugendliche genutzt worden. Da liegt es doch nahe, diesen Ort weiter für Familien zu nutzen. Wir werden dort eine Reggio-Kita, ein Krisen- und Beratungszentrum, Wohnbereiche und ein Gemeinwesenzentrum einrichten. Das meiste gibt es schon bei uns, einige Projekte erhalten also einen neuen Ort. Wir werden in Bauabschnitten bauen und wir können aus Erspartem und der Betreibung einiges bauen.
Aber viele Fragen sind auch für uns noch offen. Dennoch sind wir sicher: alles wird zu seiner Zeit, auch die Finanzierung. Jetzt überlegen wir erst einmal wie es aussehen soll.
 
Im neuen Jahr sollen auch die anderen Vorhaben umgesetzt werden. In Schmellwitz wird es wieder „Kultur an besonderen Orten“ geben – nach dem Erfolg in 2006, unser Ferienlager mit Kindern, die uns besonders am Herzen liegen (die aber oftmals sooo anstrengen können) und eben alle die anderen Aktivitäten.
Besonders zu nennen ist mit Sicherheit auch die Fertigstellung des Strombades. Damit rechnen wir im Herbst. Und mit dem Fördermittelbescheid, der zum Jahresschluss die Stadt erreichte, können wir auch das Schwimmbecken sanieren. Das ist ein nun schon alter Traum von vielen Cottbusern und was lange währt …
 
 
Ich wünsche Ihnen, Euch und uns immer den Mut die kühnsten Ideen anzupacken!
 
Ein gesundes neues Jahr
Jörn Meyer

  Ein Jahr geht zu Ende - Ein neues Jahr beginnt

Ein Jahr neigt sich dem Ende entgegen, es weihnachtet bald und in Erwartung der Feiertage freuen wir uns auf leuchtende Kinderaugen.

Die letzten Arbeitstage im alten Jahr lassen mich zurück schauen, was hatten wir uns vorgenommen, was haben wir erreicht? Welche neuen Erfahrungen durften wir machen?

Für uns geht ein wirklich gutes Jahr zu Ende! Es gab Sorgen – natürlich. Unser Aktivspielplatz wurde im Frühjahr und im Herbst durch Brandstiftung schwer in Mitleidenschaft gezogen. Aber mit welchem Engagement alle die ehrenamtlichen Spielplatzbetreiber kamen und darum kämpften, dass alles vor dem Frost wieder aufgebaut ist; wie sie gesagt haben: „diesen Platz lassen wir uns nicht nehmen“ – das sind unvergessliche Erlebnisse! Daran haben wir gemerkt, wie wichtig den Menschen aus der Region Kinder sind.

Wir haben begonnen, gemeinsam mit der Stadt Cottbus, das Strombad zu sanieren. Hier helfen Senioren den Jugendlichen und bauen Wände. Und allen, den Alten und den Jungen macht das Arbeiten Spaß. Es ist aber auch eine ganz besondere Freude, der „alten Badeanstalt", wo wir schwimmen gelernt haben, eine neue Nutzung zu ermöglichen. Und Stück für Stück kämpfen wir für einen der schönsten Plätze in Cottbus.



Und wenn ich, nicht ganz unzufrieden, genügend zurück geblickt habe, schaue ich nach vorn: was kann uns das neue Jahr bringen?

Wir haben uns wieder viel vorgenommen. Der Bau des Strombades soll abgeschlossen werden. Ein Zirkus für Kinder soll stattfinden und Ferien ohne Reisen auf dem Spielplatz und das Zeltlager am Senftenberger See und die Fußball-, Streetball-, Volleyballturniere und eine Elternschule und wir haben Fortbildungen für alle bei uns Tätigen geplant und … und … und.

Und eine große Idee verfolgen wir noch: dass im Herzen der Stadt Cottbus ein Haus für Familien gebaut wird – das Freude und Zuversicht bringt, in dem kleine und große Sorgen geheilt werden, wo die Starken den Schwachen helfen und jeder weiß: hier darf man sich etwas Glück nach Hause holen.

Vielleicht sehen wir uns im nächsten Jahr – ich freue mich auf viele gute Begegnungen und wünsche Ihnen und Euch außerordentlich schöne Feiertage und einen klasse Start in das neue Jahr!

Jörn Meyer

  Polizeirazzia im Fanprojekt

Am 28.10.2006 ist die Polizei auf unserem Hof in der Lutherstrasse 9 sehr hart vorgegangen. Wir bedauern sehr, dass dies innerhalb von „geschützten Räumen" der Sozialarbeit passiert ist. Wichtig ist uns, dass klar ist, dass wir im Rahmen unserer Arbeit auch mit auffälligen und straffälligen Fans arbeiten.

Was war?
Ja es ist wahr, am 28.10. fand auf dem Hof des Jugendhilfe Cottbus e.V. in der Lutherstraße 9 eine Grillfete mit Fußballfans statt.

Ja es ist wahr, unter diesen Fans waren auch Jugendliche mit Stadionverbot und welche, die auf der Liste Gewalttäter Sport stehen.

Ja es ist wahr, dass die Polizei mit einem massiven Aufgebot den Hof der Lutherstraße 9 gestürmt hat, und es ist auch wahr, dass unter den vor Ort Festgesetzten zwei dort tätige Sozialarbeiter der Jugendhilfe waren, Sven vom Fanprojekt und Roman von Streetwork.

Ja es ist wahr, dass wir bei einer Größenordnung von ca. 100 Jugendlichen mit  z.T. bekannten straffälligem Hintergrund eine Personalienfeststellung durch die Polizei erwarten mussten, und wir haben die Jugendlichen auf diese Eventualität vorbereitet und trafen sogar auf ihr Verständnis.

Ja es ist wahr, dass die Polizei wusste, dass Sozialarbeiter vor Ort waren und sich nicht mit diesen in Verbindung setzte.

Was bleibt?
Der massive Polizeieinsatz hat unsere Vorbereitung zunichte gemacht, wir erleben unter den Beteiligten Unmut, Verärgerung und Verbitterung, nicht nur unter den Fans, auch bei den Sozialarbeitern und der Polizei.

Wir verurteilen nicht den Zweck des Polizeieinsatzes, sprich die Feststellung der Personalien, sondern die übertriebene Härte.

Es ist uns im Nachhinein wichtig, diesen Vorfall aufzuarbeiten und daraus zu lernen. Wir sind überzeugt, dass nur ein vertrauensvoller Umgang aller an der friedvollen Abhaltung von Fußballspielen Interessierten zur Deeskalation von Gewaltpotenzial beitragen kann.

Wir akzeptieren die Entschuldigung aus der Presse und suchen weiter das Gespräch mit der Polizei, um solche Vorfälle in Zukunft zu vermeiden.

Jörn Meyer, Geschäftsführer
Susanne Riepe Fachbereichsleiterin Jugendsozialarbeit
Roman Frank, Streetworker
Sven Graupner, Fanprojekt


  SommerferienR?ckblick - 300 Kinder und Jugendliche nutzten unsere Angebote

Wie schnell vergehen sechs Wochen? Rasant – vor allem, wenn man jede Menge erlebt.
Wie in jedem Jahr organisierten wir erlebnisreiche Ferientage für Kinder und Jugendliche.
Da gab es Paddel- und Radtouren, Ausflüge zum Straßentheaterfest nach Görlitz, eine Fahrt zum Weltmeisterspiel Deutschlang gegen Ecuador in Berlin, Internationale Begegnungen beim Wasserwandern auf der Mecklenburger Seenplatte, Beachvolleyball beim Campen an der Ostsee, Ferien in Tschechien oder auch Zelten am Senftenberger See.
Doch auch für die daheim Gebliebenen boten sich jeden Tag tolle Mitmachangebote. So konnten Kinder in Schmellwitz nicht nur eine Zeitmaschine bauen, sondern mit ihr auch Reisen ins Mittelalter, die Steinzeit oder die schrägen 60er Jahre machen. In Sandow experimentierten Kinder mit unterschiedlichen kreativen Techniken wie Keramik, Holz, Speckstein und Farben.
Über 300 Kinder und Jugendliche nutzten in sechs Wochen Sommerferien unsere unterschiedlichsten Angebote.
„Da war sicher für jeden Geschmack etwas dabei“, meint Jörn Meyer, Geschäftsführer, „doch besonders stolz bin ich darauf, dass wir es wieder geschafft haben Kindern Ferien zu ermöglichen, denen das nötige Geld für Reisen fehlt. Dafür danken wir unseren zahlreichen Unterstützern und Spendern.“
Neben den selbst organisierten Ferienangeboten beteiligten wir uns am Kinderfestival im Stadion der Freundschaft, waren beim diesjährigen Zirkusprojekt aktiv und malten beim Kiebitztag des FC Energie Cottbus gemeinsam mit kleinen und großen Fans Fußballfahnen.
„Ein besonderer Dank geht aber noch an die Jugendgruppe des Technischen Hilfswerks“, erklärt Jörn Meyer. „Die Jungs haben in nur drei Tagen eine neue Werkzeughütte für unseren Aktivspielplatz gebaut. Das ist einfach super.“
Nach den Ferien ist vor den Ferien und so feilen wir bereits heute wieder an Ideen für die Herbstferien und man kann gespannt sein, was es da wieder alles zu erleben gibt.


  Senioren f?r Junioren

… so heißt das neue Vorhaben im Strombad – dem alten Cottbuser Sommerbad.

1992 wurde die alte Badeanstalt geschlossen und das Gelände dann mit verschiedensten Aktivitäten der Kinder- und Jugendarbeit am Leben gehalten. Seit Kurzem wird, mit Hilfe von EU-Fördermitteln, die denkmalgeschützte Anlage saniert und auch Eigenmittel der Stadt Cottbus sind zur Verfügung gestellt.

Jetzt sind auch Eigenleistungen in ganz erheblichem Umfang nötig. Die Jugendlichen des „Chekov“ und Freunde sind schon sehr fleißig. Vor den Facharbeiten wie Fliesenlegen, Dachklempnern und Mauern, hat die Jugend aber Respekt und sucht Hilfe. Da kam die Idee, Senioren anzusprechen. Viele Ruheständler sind durchaus rüstig und vielleicht wollen sie ihr know how für das Gelingen des Baus einbringen.

Sie wollen helfen? Dann melden Sie sich bei Herrn Just: 0355- 430 43 28 im Strombad, Stromstraße 14.

Die Stadt soll schön werden, schön für junge Familien, die sich mit ihren Kindern hier wohl fühlen. Ein solcher Wohlfühlort ist das alte Sommerbad immer gewesen und soll das Strombad wieder werden. Wer weiß, wenn weitere Ideen gekommen sind, dann ist auch das Becken wieder zu reparieren und die Spree hat ja auch wieder eine gute Wasserqualität …

Jörn Meyer, 10. Juli 2006

  


  Das Runde muss in das Eckige!

Ganz Deutschland ist im Fußballfieber.

In vielen Kneipen kann man derzeit in Cottbus die Spiele gemeinsam mit Freunden sehen.
Aber es gibt auch noch eine Alternative für die, die auf eine etwas andere Art die Weltmeisterschaft sehen möchten – Fußball in der Oberkirche.

An mehreren Tagen gibt es Spielübertragungen mitten in das Kirchenschiff. Wir zeigen Begegnungen der „underdogs“ und ergänzen das Angebot mit Informationen rund um die Herkunftsländer der Mannschaften. Außerdem gibt es verschiedene Mitmachangebote, Talkgäste und Theateraufführungen.

Die Gemeinschaftsaktion der Oberkirchgemeinde St. Nikolai, des FC Energie Cottbus und des Jugendhilfe Cottbus e.V. ist ein außergewöhnliches Ereignis.

„Fußballübertragungen an einem solchen Ort“, meint Jörn Meyer, Geschäftsführer des Jugendhilfe Cottbus e.V., „das ist mehr als spannend. Ich glaube so etwas erlebt man nur sehr, sehr selten. Und deshalb werde ich mir dort das eine oder andere Spiel ansehen.“

 

Die Veranstaltungszeiten findet ihr unter FANPROJEKT.

 

Babette Hub

 

 

 


 

 


  Geschafft!

Wir hatten es versprochen, viel Spaß

Steffen Wolf, der Verwalter

Home Kontakt Impressum E-Mail-Beratung Kinder- und Jugendnotdienst